
Vom 27. bis 30. Oktober 2026 wird die ORGATEC auf dem Gelände der Koelnmesse zum internationalen Branchentreff für Arbeitswelten, Büroplanung und Contract Interiors. Die Messe setzt erstmals ein übergreifendes Leitthema und verbindet Ausstellung, Guided Tours, Fachvorträge, Innovationspreis und Work Culture Festival; das Besucherticket kostet 75 Euro für einen Tag, die Dauerkarte 105 Euro.
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Büros auf Hybridarbeit, KI, Nachhaltigkeit und veränderte Anforderungen an Zusammenarbeit reagieren. Das Programm bringt dafür Architekten, Designer, HR- und Workplace-Experten sowie Vertreter aus Technologie und Immobilien zusammen; zu den angekündigten Beiträgen gehören unter anderem Sessions mit Prof. Miriam Meckel, Carlo Ratti und weiteren internationalen Fachleuten, berichtet die Redaktion von Goldmetr.DE.
Orgatec 2026 betrachtet den Arbeitsplatz nicht mehr nur als Fläche für Schreibtische, sondern als System aus Raum, Technologie, Kommunikation und Unternehmenskultur.
Das Leitthema lautet „From rooms to relationships: designing spaces in an ever-changing world“. Die ORGATEC stellt damit erstmals ein zentrales Thema über die gesamte Messe. Im Fokus stehen Menschen und ihre Beziehungen innerhalb von Arbeits- und Contract-Räumen sowie die Frage, wie sich diese Räume bei technologischen, gesellschaftlichen und organisatorischen Veränderungen anpassen lassen. Zu den übergeordneten Themen gehören „Human-to-human experience“ und „Transition“. Dahinter stehen persönliche Begegnungen in einer zunehmend digitalen Arbeitswelt und die Anpassungsfähigkeit von Organisationen und Raumkonzepten. Besonders relevant ist das für Büroimmobilien. Wenn Unternehmen Flächen anders nutzen als vor einigen Jahren, verändern sich auch Anforderungen an Grundrisse, Akustik, Möblierung, Meetingbereiche und Aufenthaltsqualität.
„From rooms to relationships“ verschiebt den Blick von einzelnen Produkten auf die Funktion des gesamten Arbeitsraums.
KI, hybride Arbeit, Nachhaltigkeit, Modularität und Workplace Experience gehören zu den zentralen Themen des Programms. Die Messe verbindet diese Entwicklungen mit konkreten Produkten, Raumkonzepten, Vorträgen und Guided Tours. Ein wichtiger Trend ist die stärkere Differenzierung von Büroflächen. Neben klassischen Arbeitsplätzen gewinnen Räume für konzentriertes Arbeiten, informelle Gespräche, Teamarbeit, Videokonferenzen und Rückzug an Bedeutung. Auch modulare Systeme rücken in den Mittelpunkt. Das Eames Pavilion System etwa basiert auf wiederholbaren Strukturmodulen, die mit unterschiedlichen Dächern, Fassadenelementen, Verglasungen, Textilien und Zubehör kombiniert werden können.
KI wird auf der ORGATEC nicht nur als Softwarethema behandelt. Eine Session trägt den Titel „What AI Can’t Take Off Our Hands: Why Leadership Is Becoming About Relationships in the Age of AI“, eine weitere beschäftigt sich mit der Frage, wie KI Arbeitszeit verändern und Raum für menschliche Tätigkeiten schaffen kann.
Für die Immobilien- und Büroplanung bedeutet das eine Verschiebung: Je mehr digitale Systeme Routineaufgaben übernehmen, desto stärker können Kommunikation, Kreativarbeit, Entscheidungsprozesse und persönliche Begegnungen als Funktionen des physischen Büros in den Vordergrund rücken.
Modulare Wände, flexible Möbel und rekonfigurierbare Raumkomponenten können auf veränderte Nutzungen reagieren. Auf der ORGATEC zeigt etwa ARIMA das modulare Wandsystem OSAKI mit einem 600 × 600 Millimeter großen Raster für unterschiedliche Raumtypen. Orgatec
Für Bestandshalter ist das relevant, weil sich damit Innenräume leichter an neue Mieter, Arbeitsmodelle oder Flächenkonzepte anpassen lassen.
Das offizielle Programm umfasst mehrere Bühnen und Themenschwerpunkte. Auf der Board Stage stehen unter anderem Beiträge zu KI, Nähe, Produktivität, Design und nachhaltigen Arbeitsumgebungen auf dem Plan. Zu den angekündigten Namen gehören Prof. Miriam Meckel, Carlo Ratti sowie weitere Vertreter aus Architektur, Design, HR, Technologie und Immobilien. Das Programm richtet sich damit nicht nur an Möbelhersteller, sondern an die gesamte Wertschöpfungskette rund um Arbeits- und Objektflächen.
| Datum | Schwerpunkt | Zeit |
|---|---|---|
| 27.10.2026 | Eröffnung ORGATEC | 09:00–18:00 |
| 27.10.2026 | Prof. Miriam Meckel | 11:15–12:00 |
| 27.10.2026 | Carlo Ratti | 12:00–12:45 |
| 28.10.2026 | Work Culture Festival | 09:00–18:00 |
| 28.10.2026 | Festival- und Fachprogramm | ganztägig |
| 29.10.2026 | Guided Tours | nach Programm |
| 30.10.2026 | letzter Messetag | 09:00–16:00 |
Das vollständige Programm lässt sich in der offiziellen Eventdatenbank nach Tag, Thema, Ort, Sprache und Veranstalter filtern.
Das Tagesticket kostet 75 Euro, die Dauerkarte 105 Euro. Für den Besuch ist ein persönliches Koelnmesse-Konto erforderlich. Für Aussteller gelten separate Flächenpreise. In der regulären Anmeldephase wurden 276 Euro pro Quadratmeter berechnet, ab 1. September 2026 beträgt der Last-Call-Preis 307 Euro pro Quadratmeter. Zusätzliche Leistungen und Gebühren kommen je nach Standkonzept hinzu. Damit lassen sich die wichtigsten Kosten für Besucher und Aussteller klar trennen:
In Halle 10.2, Stand N-048, präsentiert ORGATEC das „Eames Pavilion System by Kettal in collaboration with the Eames Office“. Auf rund 132 Quadratmetern sind zwei begehbare Varianten des Systems sowie Materialien aus dem Archiv des Eames Office zu sehen. Das Projekt entstand nach fast drei Jahren Forschung und Entwicklung unter Beteiligung von Eckart Maise, dem Eames Office und dem spanischen Hersteller Kettal. Grundlage waren realisierte und nicht realisierte Architekturprojekte von Charles und Ray Eames. Antonio Navarro, Creative Director von Kettal, beschreibt den Ansatz als Übertragung der Logik des Eames House in heutige Materialien und Produktionsverfahren. Das System soll dabei nicht eine historische Architektur kopieren, sondern deren Prinzipien in ein industriell verfügbares modulares System übersetzen.
Die Ausstellung verbindet damit Designgeschichte mit einer aktuellen Frage der Immobilien- und Büroplanung: Wie flexibel muss ein Raum sein, damit er unterschiedliche Nutzungen aufnehmen kann?
Das „Wherever Whenever – Work Culture Festival 2026“ läuft vom 27. bis 30. Oktober parallel zur Messe. Das Programm wird vom Industrieverband Büro und Arbeitswelt organisiert und richtet sich an Entscheider und Fachleute aus Wirtschaft, Architektur, Design, HR, Technologie und Immobilien. Drei Themenbereiche strukturieren das Festival:
Damit ergänzt das Festival die Produktmesse um die organisatorische Ebene. Während Aussteller konkrete Möbel, Materialien und Systeme zeigen, diskutieren die Bühnen die Veränderungen hinter diesen Produkten.
Die Guided Tours sollen die große Ausstellungsfläche thematisch erschließen. ORGATEC nennt unter anderem Touren zu zeitgemäßen Arbeitsumgebungen, Design, Innovation, Nachhaltigkeit, Gesundheit, New Work und HR-orientierten Raumlösungen. Ein Beispiel ist der Designwalk von Dick Spierenburg. Die „Insiders View Tour“ findet am 27. Oktober auf Deutsch und am 28. Oktober auf Englisch statt. Die „Intro Tour“ ist für den 29. Oktober auf Englisch und den 30. Oktober auf Deutsch angesetzt. Für Fachbesucher mit begrenzter Zeit sind die Rundgänge relevant, weil sie eine kuratierte Auswahl von Ausstellern und Konzepten ermöglichen.
Für Immobilienunternehmen geht es zunehmend nicht nur um die Quadratmeterzahl einer Bürofläche, sondern um deren Nutzbarkeit. Flexible Grundrisse, Akustik, Technik, Gemeinschaftsflächen und Aufenthaltsqualität beeinflussen, wie Büroimmobilien von Unternehmen genutzt und bewertet werden. ORGATEC bringt diese Themen mit konkreten Lösungen zusammen. Modulare Trennsysteme, flexible Möbel, integrierte Technologie und neue Workplace-Konzepte zielen darauf, Räume leichter an wechselnde Anforderungen anzupassen. Für Projektentwickler und Bestandshalter ist besonders die Verbindung von Innenausbau und langfristiger Flächenflexibilität relevant. Ein Raumkonzept, das ohne große bauliche Eingriffe verändert werden kann, unterscheidet sich wirtschaftlich von einer vollständig statischen Innenraumplanung.
Die ORGATEC findet vom Dienstag, 27. Oktober, bis Freitag, 30. Oktober 2026 in Köln statt. Für Besucher ist die Messe täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet; am letzten Messetag endet der Besuch um 16 Uhr. Die wichtigsten Programmpunkte liegen über alle vier Messetage verteilt: Eames Pavilion System, Architecture+Office Innovation Award, Work Culture Festival, Guided Tours, Fachvorträge und Produktpräsentationen. Das macht eine thematische Planung vor dem Messebesuch sinnvoll.
Wer ORGATEC 2026 als Branchentermin nutzt, sollte nicht nur einen Hallenplan, sondern vor allem die relevanten Themen und Termine vorab auswählen.
Die ORGATEC 2026 findet vom 27. bis 30. Oktober 2026 auf dem Gelände der Koelnmesse in Köln statt. Besucher können die Messe vom 27. bis 29. Oktober von 9 bis 18 Uhr und am 30. Oktober bis 16 Uhr besuchen.
Ein Tagesticket kostet 75 Euro, eine Dauerkarte 105 Euro. Für die Teilnahme ist ein persönliches Koelnmesse-Konto erforderlich.
Zu den zentralen Themen gehören KI, hybride Arbeit, Nachhaltigkeit, Modularität, New Work, Akustik, Gesundheit und Workplace Experience. Das Leitthema „From rooms to relationships“ stellt zusätzlich menschliche Beziehungen und anpassungsfähige Räume in den Mittelpunkt.
Zum Programm gehören unter anderem Prof. Miriam Meckel und Carlo Ratti sowie weitere Fachleute aus Architektur, Design, HR, Technologie und Immobilien. Die aktuelle Sprecher- und Sessionliste wird von ORGATEC laufend über die offizielle Eventdatenbank geführt.
Das Eames Pavilion System ist eine gemeinsam mit Kettal und dem Eames Office entwickelte modulare Architektur, die auf den Prinzipien von Charles und Ray Eames basiert. ORGATEC zeigt 2026 zwei begehbare Varianten auf rund 132 Quadratmetern in Halle 10.2.
Das Festival läuft vom 27. bis 30. Oktober parallel zur ORGATEC. Die drei Schwerpunkte sind „Empowered Experience“, „Connected Cultures“ und „Radical Impact“ mit Themen wie Arbeitskultur, Zusammenarbeit, Nachhaltigkeit, Innovation und KI.
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